Unterrichtsfach Biologie
In den Klassenstufen 5 und 6 steht die ganzheitliche Betrachtung von Organismen im Mittelpunkt. Darüber hinaus rücken ab der Klassenstufe 6 zunehmend lichtmikroskopische Strukturen von Pflanzen und Tieren in das Blickfeld der Schüler. In den Klassenstufen 7 und 8 werden vor allem humanbiologische Themen behandelt. Damit werden Grundlagen geschaffen, die für eine problemorientierte Auseinandersetzung mit allgemeinbiologischen Inhalten der Physiologie, Ökologie, Genetik, Verhaltensbiologie und Evolutionsbiologie in den Klassenstufen 9 und 10 sowie in der gymnasialen Oberstufe notwendig sind.

Bei der Auswahl der Wahlpflichtbereiche in der gymnasialen Oberstufe ist die Entscheidung für ein zweiwöchiges bzw. zwei einwöchige Themen möglich.
Im Mittelpunkt des Biologieunterrichts steht das Schaffen von Bedingungen, die dem Schüler ein kontinuierliches kumulatives Lernen ermöglichen:
• Mit Hilfe der Erschließungsfelder erfolgt einerseits eine Auswahl der Inhalte hinsichtlich ihrer Vernetzung, Strukturierung und Abfolge, andererseits sollen sie dem Schüler als Hilfe beim selbstständigen systematischen Weiterlernen dienen. Dazu ist es erforderlich, jedes Erschließungsfeld inhaltlich mit den Schülern zu erarbeiten, damit es vom Schüler als Lernhilfe im Unterricht beim Aufbau einer komplexen Wissensstruktur angewendet werden kann.
• Der Einsatz von Naturobjekten, Präparaten sowie auch Modellen trägt zur Anschaulichkeit und Fasslichkeit der Lerninhalte bei und fördert beim Schüler das Erkennen von Alltagsbezügen.
• Das Beobachten, Messen, Experimentieren/Protokollieren und Mikroskopieren/ Zeichnen als biologische Arbeitstechniken und Erkenntnismethoden fördern in besonderer Weise das Interesse und die Motivation der Schüler sowie deren Lernfortschritte.
• Die Nutzung verschiedener Medien ist wichtiger Bestandteil des Lehr- und Lernprozesses. Dazu gehören die Tabellen- und Formelsammlung ohne ausführliche Musterbeispiele, der Taschenrechner mit Grafikdisplay ab Klassenstufe 8 sowie Software in Form von Computer-Algebra-Systemen. Der Schüler erwirbt Fertigkeiten im Umgang mit zeitgemäßen Hilfsmitteln wie elektronischen Tafelwerken, Simulations- und Präsentationsprogrammen sowie Systemen zur computergestützten Erfassung und Auswertung von Messwerten.
• Das ständige Erfassen von Zusammenhängen und das Aufdecken von Komplexität auf allen Ebenen des Lebendigen erfordern vom Schüler ein häufiges Wiederholen und Anwenden des Gelernten und führen zum Erleben von Kompetenzzuwachs.
Aufgaben dienen als Frage- bzw. Problemstellung der Motivierung der Schüler und sind Aufforderung zum Handeln in allen Phasen des Unterrichts. Darüber hinaus vermitteln sie sehr konkret die Zielstellung des Lernprozesses und dessen Ergebnis. Eine neue Aufgabenkultur verlangt von Schülern vor allem:
• aus wissenschaftlichen Darstellungen und Untersuchungen adäquate Fragen zu formulieren,
• aus biologischen Phänomenen Hypothesen abzuleiten und Lösungsstrategien zu deren Prüfung zu entwickeln,
• aus Untersuchungsergebnissen entsprechende Schlussfolgerungen zu ziehen.
Informationen zur
Biologie in Sachsen bei der Zentrale für Unterrichtsmedien (www.zum.de)





