Unterrichtsfach Ethik


Vom Bildungsauftrag der Schule her führt der Ethikunterricht in anthropologische und ethische Sichtweisen und Problemstellungen ein, die die Grundlagen der menschlichen Existenz sichtbar machen und verdeutlichen, dass Mensch und Gesellschaft auf Sittlichkeit angewiesen sind. Wesentlicher Bezugspunkt für den Ethikunterricht ist die Sinnfrage menschlichen Lebens. Handlungen des Einzelnen oder der Gesellschaft sind verantwortlich an Grundsätze gebunden. Erst auf dem Fundament der Grundwerte ergeben sich Grundrechte, die es wiederum nicht ohne Grundverpflichtungen gibt.

Alle Lehrplaninhalte und Lernziele bilden eine Einheit. Die Selbstfindung des Einzelnen ist vom Zusammenleben mit den anderen Menschen nicht zu trennen. Das Zusammenleben der Menschen ist, ethisch gesehen, an Werten orientiert. Die sittliche Entscheidungsfähigkeit des einzelnen ist Voraussetzung für ein sinnvolles Leben.

Die Tiefe der Sinnfrage erschließt sich aber erst in der Auseinandersetzung mit weltanschaulichen, religiösen und philosophischen Deutungsansätzen.

Religionen im Ethikunterricht

Bei diesem Unterrichtsschwerpunkt geht es nicht um die Beeinflussung in missionarischer Absicht, sondern um Information, Vertiefung des Allgemeinwissens und um die Weckung von Verständnis für verschiedene religiöse Weltdeutungen. Es wird für die Schüler erfahrbar, dass der Mensch seine Existenz in übergreifenden Zusammenhängen deuten kann. Religiöse Begriffe werden mit Einfühlungsvermögen und in toleranter Haltung vermittelt.

Ethik in Sachsen bei der Zentrale für Unterrichtsmedien [ZUM.de]

Letzte Aktualisierung: am 19.12.2014 - 10:03 Uhr durch Karla Korb