Späte Plauderei im Schüler-Café
Ausgelassene Atmosphäre bei Treffen ehemaliger Absolventen am Wiprecht-Gymnasium in Groitzsch
 

LVZ Artikel vom 23.01.2017, R. Beuckert

Groitzsch. Rund 60 ehemalige Schüler des Groitzscher Wiprecht Gymnasiums kehrten am Freitagabend in ihr einstiges Schulhaus zurück. Nach dem Tag der offenen Tür fand in der Aula der Schule das sogenannte Ehemaligentreffen statt, an welchem Schüler, aber genauso Lehrer teilnahmen. „Die einstigen Schüler und Lehrer nehmen den Anlass gern wahr, um miteinander ins Gespräch zu kommen oder in alten Zeiten zu schwelgen. Etliche von ihnen wohnen, infolge Studium oder Beruf, außerhalb von Groitzsch und nutzen die Gelegenheit zur Begegnung. Für mich ist es aufschlussreich zu erfahren, welchen beruflichen Weg die einstigen Schüler genommen haben“, sagte Michael Gaska vom Schulförderverein, der die Treffen organisiert.

Doch nicht nur ehemalige Schüler des Gymnasiums nehmen weiterhin Anteil an der Entwicklung ihres Gymnasiums, auch Lehrer wie Klaus Henker haben die Bildungseinrichtung nicht aus dem Blick verloren. „Ich habe eine recht gute Erinnerung an diese Schule, in der ich über 30 Jahre wirkte. Damals noch als Erweiterte Oberschule, die objektbezogen zwar klein war, aber die besten Voraussetzungen besaß, um die Schüler auf einen guten Start in den neuen Lebensweg vorzubereiten“, erinnerte sich Klaus Henker. Für ihn sei es immer wieder interessant mitzuerleben, wie sich die Schule weiter entwickelt habe. Aus seiner Sicht bietet die Einrichtung – nicht nur auf die Ausstattung bezogen – gute Voraussetzungen für eine solide Entwicklung der Schüler. „Ich nutzte bereits den Tag der offenen Tür, um Anteil an der schulischen Entwicklung zu nehmen. Schüler, denen ich dabei begegne, sind für mich ein Spiegelbild der soliden schulischen Ausbildung“, unterstrich Klaus Henker. Allerdings hätten zu DDR-Zeiten andere Bedingungen für Unterricht und Erziehung bestanden. Maßstäbe wie Ordnung und Disziplin sowie Achtung vor dem anderen wären einst fester Bestandteil gewesen – heute würde er sie vermissen, so Henker.

Auch Georg Dietze hatte sich den Ehemaligentreff am Freitagabend nicht entgehen lassen. „Ich habe viele gute Erinnerungen an diese Schule, die für mich auch ein Stück Heimat darstellt“, meinte Dietze. Vor allem der berufliche Werdegang der einstigen Mitschüler sei für ihn beachtenswert. Er selber habe ein Ingenieurstudium absolviert. Matthias Reuter möchte ebenfalls die Begegnung mit den einstigen Lehrern und Schülern nicht missen. „Ich bin gern in diese Schule gegangen, zumal hier ein gutes Lernklima bestand. Nach meinem Maschinenbaustudium beschreite ich den Weg eines Doktor-Ingenieurstudium der Energietechnik“, betonte er. Für Markus Schmidt, der ein Masterstudium für Wirtschaftsingenieurwesen absolviert, waren hauptsächlich die Begegnungen mit den einstigen Lehrern interessant. „Ich bin eigentlich erstaunt, dass die Lehrer sich nach so langer Zeit an einen erinnern können, ihnen sogar so manche Begebenheit zu mir einfällt“, stellte Markus Schmidt fest.

Letzte Aktualisierung: am 31.01.2017 - 10:19 Uhr durch Karla Korb