Neue Mensa im Gymnasium Groitzsch

Stadt investiert 220 000 Euro / Essensanbieter aus Leipzig / Bisher 230 Anmeldungen

Von Claudia Carell-Domröse

Groitzsch. Kartoffelsuppe, Zucchinipfanne und Gulasch kamen zur Premiere auf den Tisch: Gestern öffnete die neue Mensa des Groitzscher Gymnasiums im sogenannten Haus 2. Früher nutzte die Schule in diesem Gebäude Unterrichtsräume, seit der Einweihung des großen Erweiterungsbaus vor drei Jahren stand es leer. Nun wurde die erste Etage des Hauses aus den 1930er Jahren mit 220 000 Euro in den vergangenen neun Monaten komplett umgebaut. Drei moderne Speiseräume in frischen Farben laden Schüler und Lehrer zum Mittagessen ein.

Schulleiterin Irina Salewski freute sich über die "tolle Atmosphäre". Es gebe eben nicht einen riesengroßen Speisesaal wie in vielen anderen Schulen, sondern gemütliche kleine Räume, wo nicht nur gegessen werden kann - hier lasse sich auch gut miteinander reden. Eins der Zimmer ist für die Oberstufe und Lehrer reserviert, dort kann auch Kaffee getrunken werden. "Ich hoffe, dass viele das neue Angebot annehmen. Vor allem bei langen Schultagen ist eine gesunde Mittagsverpflegung wichtig", sagte die Schulleiterin und zeigte den Gästen zur Eröffnung ihre eigenen Essenmarken.

Bisher aßen Schüler und Lehrer aus Grund- und Oberschule sowie Gymnasium beengt in einer Mensa im Hort. Nur rund hundert der mehr als 600 Gymnasiasten nutzten dort das Angebot, sagte Salewski. Für die neue Mensa haben sich bereits 230 Schüler und Lehrer angemeldet. Es sollen aber durchaus noch mehr werden. 130 Personen finden in der Mensa Platz, es kann dort zu verschiedenen Zeiten gegessen werden. Gekocht wird bei der Dussmann Service Deutschland GmbH in einer Leipziger Küche. Ein Eltern-Gremium hatte sich vorab lange mit der Auswahl des Essensanbieters beschäftigt, Küchen von Unternehmen besucht und verschiedene Menüs gekostet. Schließlich fiel die Wahl auf die Firma Dussmann, die erstmals für Groitzscher kocht. An jedem Schultag gibt es zwei Menüs, ein vegetarisches Essen sowie einen Salat. Zudem wird ein Imbiss angeboten.

Bei den Farben der Mensa konnten die Schüler mitreden - der Kunstleistungskurs gestaltete das Farbkonzept. Es sei gar nicht so einfach gewesen, mit kleinen Farbplättchen in den Händen sich vorzustellen, wie dieser Ton in einem Raum wirkt, sagten Sonora Garnatz (17) und Michéle Pritz (18). In ihrem Kurs entstehen derzeitn noch Leinwände für die Mensa. Für jeden Raum sind drei Bilder in verschiedenen Maltechniken geplant, die sich alle um das Thema Essen und Schülermensa drehen. Die beiden Zwölftklässler sind sich sicher, dass auch die Oberstufe die neuen Räumlichkeiten nutzen wird. In der früher gemeinsamen Mensa aller drei Schulen war es meist zu voll, das wollten sich viele Jugendliche nicht antun und gingen stattdessen ins Schülercafe oder holten Wurst, Brötchen, Obst und Joghurt aus dem Supermarkt.

Bürgermeister Maik Kunze (CDU) betonte, dass die Stadt eine Mensa gern in den sieben Millionen Euro teuren Erweiterungsbau des Gymnasiums integriert hätte. Doch das sei nicht möglich gewesen, weil die Förderrichtlinien des Freistaates dies nicht zuließen. Jetzt freue er sich über das "kleine Schmuckstück" im Haus 2 und hofft, dass es Schülern und Lehrern hier gut schmeckt.

 

Letzte Aktualisierung: am 10.09.2014 - 11:48 Uhr durch Karla Korb