Schüler lotsen durchs große Haus

Wiprecht-Gymnasium Groitzsch stellt Bewährtes und neue Ausstattung vor

Groitzsch. Es ist gar nicht so einfach, im Wiprecht-Gymnasium Groitzsch die Orientierung zu behalten. "Es ist ganz schön verzweigt", bestätigte Achtklässler Felix Becker. Deshalb halfen er und Klassenkameradin Sandra Harzendorf beim Tag der offenen Tür am Sonnabend als Schülerlotsen bei der Besichtigung. "Wir haben mit dem Neubau viel schönere Räume erhalten, auch mehr Materialien." Gut anderthalb Stunden waren nötig, die Vielfalt der Zimmer und Angebote zu zeigen. "Klar, können wir den neuen Fünftklässlern empfehlen, zu uns zu kommen", sagte Felix.

Im Technikraum stellte Siebtklässler Erik Butter das Unterrichtsfach sowie das Ganztagsangebot Modellbau vor. "Ich habe schon viel erzählen müssen", so der Siebtklässler. Fast zwei Stunden stand Lehrer Frank Künzelmann an der Sternwarte im Freien, ehe er eine Pause zum Aufwärmen fand. "Wir bieten im zweiten Halbjahr einen Astronomiekurs für die 5. und 6. Klasse an, haben gerade ein neues Teleskop bekommen."



Nicht nur eine große Zahl an Gymnasiasten und Lehrern präsentierte die Unterrichtsmöglichkeiten, chemische und physikalische Experimente, musische und sportliche Offerten. "Wir haben auch Vereine da, mit denen wir kooperieren", verwies Schulleiter Stefan Treuger auf Karnevalisten, Schützen, die Feuerwehr. Er freute sich über den riesigen Zuspruch, der wohl mit an der Neugier auf den Neubau lag, sagte aber auch: "Wir werben nicht auf Teufel komm raus, sondern machen Angebote. Wir sind auch mit Dreizügigkeit zufrieden, also drei neuen 5. Klassen. Schließlich braucht Groitzsch die Mittelschule ebenso." 570 Schüler und 53 Pädagogen sind aktuell am Gymnasium.

Ein Neuzugang könnte Luca sein. "Ich kann mir vorstellen, hier zu lernen", erklärte der neunjährige Neukieritzscher. "Technik, Geschichte haben mir gefallen. Die Lehrer sind freundlich." Auch Vater Mirko Bruschke war von "den vielen Möglichkeiten" beeindruckt: "Das gab es zu unseren Zeiten nicht. Aber die Entscheidung trifft Luca, wenn die Bildungsempfehlung stimmt." Olaf Krenz

LVZ vom 07.02.2012

Letzte Aktualisierung: am 01.02.2013 - 21:45 Uhr durch