Drei Speiseräume für mehr Ruhe beim Mittagessen

Groitzsch wird das Haus 2 am Gymnasium zur neuen Mensa umbauen

Groitzsch. Details zur neuen Mensa des Gymnasiums erfuhren die Stadträte im Technischen Ausschuss am Dienstagabend. Derzeit essen Grund- und Mittelschüler sowie Gymnasiasten ja gemeinsam in der Mensa am Hort. Dort geht es oft recht eng zu. Aber das soll sich ändern. Wegen des geräumigen neuen Anbaus braucht das Gymnasium nicht mehr das benachbarte Haus 2, indem bisher Klassenräume untergebracht waren. Dort soll bald eine neue Mensa entstehen.

"Es wird im Erdgeschoss drei Speiseräume geben, in denen etwa 150 Personen Platz finden", sagte Bürgermeister Maik Kunze. Er begrüßt die Idee der drei kleineren Räume statt eines großen Esszimmers - weil der Lärmpegel sinkt und Schüler wie Lehrer mehr Ruhe beim Essen haben.

Wichtig beim Umbau sei, dass die Mensa feuerschutztechnisch zum Dachgeschoss abgeschottet ist. Die Räume oben können leider nicht genutzt werden. Dies sei vom Brandschutz her zu aufwendig und teuer. Nur vorübergehend bekam die Stadt die Genehmigung, Kursräume in diesem Haus zu betreiben.

Die neue Mensa schafft Platz für alle Groitzscher Schüler. Die Gymnasiasten essen dann ausschließlich im Haus 2, die Grund- und Mittelschüler in der bisherigen Mensa. Der Stadtchef geht davon aus, dass dann auch mehr Jugendliche des Gymnasiums sich für ein warmes Mittagessen entscheiden, weil das Angebot in unmittelbarer Nähe und nicht mehr so überlaufen ist. Gerade wenn Schüler von außerhalb Ganztagsangebote wahrnehmen und erst später nach Hause fahren, sei eine ordentliche Verpflegung wichtig. In der Schule lernen rund 550 Jugendliche bei 53 Lehrern.

Los geht es mit dem Umbau aber nicht sofort. Weil die Keller der Mittelschule trockengelegt werden, nutzen die Mittelschüler derzeit die Räumlichkeiten im Haus 2. Geplant ist, dass sie in den Sommerferien wieder umziehen, aber dies könne auch noch etwas länger dauern, so Kunze. Erst danach startet der Mensa-Bau.

Sicher hätte man die Schülerkantine auch in den Gymnasiumsneubau integrieren können, doch dafür gab es laut Förderrichtlinie kein Geld. Deshalb entschied sich die Stadt für die Variante im Haus 2 - so laufen die Schüler zum Mittagessen eben einige Schritte über ihren grünen Hof.

Claudia Carell-Domröse

LVZ vom 26.01.2012

Letzte Aktualisierung: am 01.02.2013 - 21:44 Uhr durch