"Es naht ein Licht" weckt Vorfreude

Jugendchor des Wiprecht-Gymnasiums stimmt auf die Weihnachtszeit ein

Groitzsch. Es ist Advent, die Zeit der Ankunft. Volksweisen, klassische und moderne Lieder sowie Bläser- und Orgelklänge brachten am Sonnabend in der wohlgefüllten Groitzscher Frauenkirche die besinnliche, die musikalische Seite dieser weihnachtlichen Vorfreude zum Schwingen. Mit ihrem neuen Programm "Es naht ein Licht" traten der Jugend- und der Nachwuchs-Chor sowie junge Instrumentalisten des Wiprecht-Gymnasiums auf und verdienten sich den am Ende großen Applaus redlich.



"Eine gute Tradition", freute sich Pfarrer Frank-Udo Lohmann über die jahrelange Partnerschaft mit den Schulchören, die dem Gotteshaus in der Adventszeit ein stimmungsvolles Konzert beschert. Viele Wochen Proben, darunter Anfang November wieder ein mehrtägiges Chorlager in Colditz, stecken in dem Projekt, dessen Fäden bei Kerstin Scholz zusammenlaufen. Sie unterrichtet am Gymnasium Musik und Deutsch und leitet beide Chöre.

Sorgsam wurden zunächst mit Heike Bothe, ebenfalls Musik- und Deutschlehrerin sowie Chorleiterin, die Lieder und Gedichte ausgewählt. "Wir haben uns ein Motto gesucht und erzählen dann musikalisch eine kleine Weihnachtsgeschichte von der aufkeimenden Vorfreude bis zum Heiligen Abend", beschreibt Scholz die Vorbereitung. So heißt es in jenem Auftaktlied "Es naht ein Licht" ahnungsvoll "In uns soll Weihnacht sein".

Kleine Gedichte lockerten die Veranstaltung auf. Florian Schneider rezitierte zu Beginn "in unseren Träumen weihnachtet es seit gestern schon" aus Mascha Kalékos "Advent". Der Bogen spannte sich bis zum furiosen Finale mit "Glorious Kingdom", "Let the heaven light shine on me" und "Freedom is coming" mit dem freudvoll verkündenden "Jesus is coming, oh yes, I know".

Zum Gelingen des Konzertes trugen neben den etwa 30 Jugend- und zehn Nachwuchschor-Sängern Kantor Dirk Zimmermann an der Orgel sowie ein Quartett des Jugendblasorchesters Lucka bei. Dessen Leiter Jens Hunger ist Mathematik- und Physiklehrer am Gymnasium und hatte außerdem junge Musiker mitgebracht, die seit dem Herbst 2010 im Ganztagsangebot (GTA) das Spiel mit Trompete, Horn und Saxofon erlernen. "Es war erst ihr zweiter Auftritt. Das haben sie prima gemacht", lobte Hunger.

Der Nachwuchschor erhielt stimmlichen Zuwachs von Schülern der fünften Klassen, die im GTA an das Singen herangeführt werden. Gemeinsam zeigten die Jüngsten mit Ausschnitten aus "Swingende Weihnacht" ihr ebenfalls bereits beachtliches Können. In dem Stück, das den verbindenden Zauber der Musik beschreibt, fragte Emily Walther traurig: "Was soll nur werden, wenn die Leute an Weihnachten nicht mehr singen?" Den Konzertbesuchern muss da nicht bange sein. Der Nachmittag in der Frauenkirche zeigte, wie lebendig der Gesang in der Weihnachtszeit ist.

LVZ vom 12.12.2011

Letzte Aktualisierung: am 01.02.2013 - 21:22 Uhr durch