Gymnasium strahlt aus jeder Pore

Feierliche Einweihung des neuen und sanierten Schulhauses in Groitzsch / Baukosten von 7,1 Millionen Euro



Groitzsch. Nach zwei Jahren Bauzeit und 7,1 Millionen Euro Ausgaben ist gestern das erweiterte und sanierte Wiprechtgymnasium in Groitzsch eingeweiht worden. Neben lokaler Polit- und Wirtschaftsprominenz setzte sich auch Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) noch einmal auf die Schulbank. Am Nachmittag empfingen die Schüler und Lehrer alle interessierten Bürger zu einem Tag der offenen Tür.

Von kathrin haase

Das Groitzscher Wiprechtgymnasium funkelt und strahlt aus jeder Pore. Nach zwei Jahren Runderneuerung und einer Investition von 7,1 Millionen Euro gehört es nun zu den modernsten Bildungseinrichtungen in Deutschland. Mit 44 Klassenräumen, davon 15 Fachkabinetten, einer Bibliothek, neuem Lehrerzimmer sowie großzügigen Verwaltungsräumen bewegen sich die insgesamt 585 Schüler sowie Pädagogen auf exquisitem Boden. "Heute ist ein Tag der Freude", schwärmte Sachsens Ministerpräsident Tillich gestern zur feierlichen Eröffnung. "Nicht nur für die Stadt Groitzsch und das Gymnasium, sondern für das gesamte sächsische Schulwesen." Damit spielte er auch auf die jüngste Auszeichnung "Bestes Schulsystem in Deutschland" an, die dem Freistaat zum sechsten Mal in Folge verliehen wurde. "Das macht einen Ministerpräsident fast schwindlig."



Mit einem kurzweiligen Programm unterhielten der Jugendchor des Wiprechtgymnasiums, das Jugendblasorchester Lucka, Schüler des Musik-Kunst-Profils sowie Solokünstler die vielen Gäste in der Aula. Schulleiter Stefan Treuger erinnerte dabei noch einmal an die Anfänge des Umbaus. "Im Oktober 2008 bebte plötzlich die Erde auf dem Schulgelände. Bohrtrupps brachten manches Reagenzglas zum Wackeln." Aber die Zeit war reif, denn das Schulhaus platzte aus allen Nähten. Manche Klassen mussten vorübergehend sogar in den Schulhort, die ehemalige Stadtbücherei oder in die Berufsschule ausweichen. "Jetzt haben wir 29 neue Klassenräume zur Verfügung", freute sich Treuger. Und der großzügige Eingangsbereich ist zugleich Aula und Zentrum für Theater- und Musikaufführungen. Zur Feier des Tages enthüllten dann Tillich und Bürgermeister Maik Kunze (CDU) eine Statue des Namensgebers der Schule, Wiprecht von Groitzsch.

LVZ vom 02.09.2011

Letzte Aktualisierung: am 01.02.2013 - 21:29 Uhr durch