Mensa fürs Gymnasium

Mittelfristig soll Haus 2 umgebaut werden, was die Stadt komplett selbst bezahlen muss Groitzsch. Die Stadt Groitzsch hat bald ein Mammutprojekt hinter sich: Im September wird der sieben Millionen Euro teure Gymnasiumsanbau offiziell eingeweiht, die Schüler lernen schon eher darin. In wesentlich kleineren Dimensionen wird auch danach noch weitergebaut - das Gymnasium soll mittelfristig eine eigene Mensa im ehemaligen Haus 2 bekommen. Von Claudia Carell-Domröse



Foto: J. P. Taubert

Zuvor zieht dort erst mal die Mittelschule ein. "Es handelt sich um eine Zwischennutzung", sagte der Groitzscher Bürgermeister Maik Kunze. Der Keller der Mittelschule müsse trocken gelegt werden. Die Außenarbeiten haben schon begonnen, zahlreiche Innenarbeiten sind noch notwendig. So können verschiedene Räume für etwa ein Jahr nicht genutzt werden. In dieser Zeit soll mit bestimmten Fächern ins Erdgeschoss des ehemaligen Hauses 2 des Gymnasiums ausgewichen werden. Wegen des neuen Anbaus braucht das Gymnasium, das bisher in vier verschiedenen Häusern untergebracht war, dieses Gebäude nicht mehr. Danach soll es eine bessere Mensa-Lösung geben.

Bisher essen alle Schüler in Groitzsch - also Grund- und Mittelschüler sowie Gymnasiasten - in einer Mensa auf dem Gelände der Grund- und Mittelschule. Dabei würde es sich theoretisch um mehr als 1200 Kinder und Jugendliche handeln. Aber es essen ja nicht alle mit. "In der Mittelschule essen wenige mit, im Gymnasium sind es schon mehr, in der Grundschule fast alle", weiß der Bürgermeister. Dennoch kommt immer noch eine stattliche Anzahl an Schülern zusammen, die mittags in die Mensa drängen. Mit den Schulleitern habe man hin und her überlegt, wie die Mittagspause zeitlich besser organisiert werden könne - doch nur mehr Raum könne hier weiterhelfen.

Der soll bald im Haus 2 zur Verfügung stehen. "Die Investitionen werden sich in Grenzen halten", so Kunze. Die Außenhülle des Gebäudes sei in Ordnung. Sanitäranlagen habe die Stadt schon saniert. Essenraum und Ausgabeküche müssen noch entstehen. "Wir versprechen uns von der Teilung eine bessere Versorgung. Vielleicht isst dann der eine oder andere auch wieder mit", sagte der Stadtchef. Die Kosten muss die Stadt komplett selbst übernehmen, da es für eine Mensa keinen Fördertopf gebe.

Das Haus 2 hat eine wechselvolle Geschichte. Als Hitlerjugendheim Ende der 30er Jahre gebaut, beherbergte es später Flüchtlingswohnungen. Danach wurde es FDJ-Heim. Als daneben Mitte der 60er die Schule entstand, zog der Hort ein. Nach der Wende brauchte das Gymnasium die Räume.

Aus der LVZ vom 29.06.2011

Letzte Aktualisierung: am 01.02.2013 - 21:30 Uhr durch