Eine Erfahrung fürs Leben

Berufs- und Studienorientierung am Wiprechtgymnasium

Groitzsch. Mehrere Monate oder ein ganzes Jahr eine Schule im Ausland besuchen - mit diesem Gedanken beschäftigen sich nicht wenige Jugendliche. Über Möglichkeiten, Ziele, Voraussetzungen und Erfolge sprach vorgestern im Groitzscher Wiprecht-Gymnasium Ursula Löffler von der Stepin GmbH vor interessierten Eltern und Schülern aus Borna, Grimma und Groitzsch.

Ursula Löffler (vorn links) und Heike Haas (re.) sprechen vor den Groitzscher, Grimmaer und Bornaer Schülern über die Möglichkeit eines Schuljahres im Ausland. Foto: Hartmut Karich

Der Informationsnachmittag war Teil des breit angelegten Projektes "Berufs- und Studienorientierung", das die Außenstelle Borna der Fortbildungsakademie der Wirtschaft seit über drei Jahren an den Gymnasien der drei genannten Städte betreibt. Das vom Europäischen Sozialfonds geförderte Projekt soll die Schüler der neunten und zehnten Klassen bei ihrer Berufs- und Studienwahl unterstützen. "Ein- bis zweimal im Monat besuchen wir die Gymnasien", erzählt Heike Haas, die gemeinsam mit Ramona Pinder das Projekt betreut. "Bei diesen Infonachmittagen und in Exkursionen stellen wir die unterschiedlichen Berufs- und Studienrichtungen vor", so Haas.

Mehrfach waren dabei schon Vertreter verschiedener Firmen zu Gast, auch die Organisation von gezielten Praktika gehört zu den Projekt-Angeboten. Diesmal ging es um die Möglichkeit, mit einem Schulbesuch im Ausland (in der Regel nach der zehnten Klasse) den persönlichen und sprachlichen Horizont zu erweitern. Ursula Löffler sprach über Voraussetzungen wie Selbstständigkeit, Offenheit und gute Fremdsprachenkenntnisse, stellte die vielen Ziele vom Klassiker USA über Kanada, Australien, Neuseeland und Argentinien bis hin zu Spanien, Frankreich, Irland und den skandinavischen Ländern vor.

"Es wird nicht immer einfach sein, aber es ist eine wertvolle Lebenserfahrung und hilft auf vielfältige Weise bei der Entwicklung der Persönlichkeit", beschreibt Ursula Löffler den bleibenden Nutzen einer solchen Reise, die allerdings auch ihren Preis hat. "Ein Austauschjahr in Kanada" kann sich Theresa Jung vorstellen, die mit ihrer Mutter Silke sogar extra aus Olbernhau zum Infonachmittag angereist war und im dortigen Gymnasium derzeit die neunte Klasse besucht. Beide bekamen im persönlichen Gespräch mit Ursula Löffler weitere Tipps, "und wir haben uns auch zu Hause schon ausführlich mit dem Thema auseinandergesetzt", so Silke Jung.

"Die Stepin GmbH ist einer der Anbieter solcher Schulaufenthalte im Ausland. Wir wollten im Rahmen unseres Projektes generell über diese Möglichkeit informieren. Ob man einen solchen Schritt geht, welches Ziel man sich auswählt und welchen Anbieter man dann nutzt, das bleibt natürlich der Entscheidung der Eltern und Schüler überlassen", erläutert Heike Haas das Anliegen der Veranstaltung. Hartmut Karich

Hartmut Karich

Aus: LVZ vom 11.06..2011

Letzte Aktualisierung: am 26.02.2013 - 10:01 Uhr durch