Kreativität, Neugier und Vorfreude

Wiprecht-Gymnasium in Groitzsch bietet auch erste Blicke in den neuen Schulanbau

Groitzsch. Es waren diesmal offene Türen im doppelten Sinne im Groitzscher Wiprecht-Gymnasium. Zahlreiche Besucher nutzten am Sonnabend den liebevoll und akribisch vorbereiteten Tag der Schulpräsentation auch zu ersten neugierigen Blicken ins bald fertige Riesenprojekt Anbau.

Von hartmut karich

"Heute sind neben Eltern und künftigen Schülern viele Gäste gekommen, die bei dieser Gelegenheit dort einfach mal hineinschauen wollen", freute sich Direktor Stefan Treuger, der unermüdlich im ganzen Haus unterwegs war. "Und die Gespräche zeigen - die Menschen aus Groitzsch und Umgebung stehen hinter dem Projekt, hinter dieser großen Investition in unsere Kinder."

Noch liefen die Besucher im Anbau auf ausgelegter Pappe durch die kahlen Gänge und schauten in leere Zimmer, doch konnten sie die Dimensionen des Entstehenden erahnen. Bauamtsleiter Dirk Schmidt schaute zufrieden. "Wir liegen im Plan", sagte er knapp. Wenn die Räume fertig sind, werden sie auch für den Unterricht genutzt. Das sei etwa im Mai vorgesehen. Offiziell eingeweiht werde der ganze Komplex nach jetzigem Stand zum Beginn des neuen Schuljahres. "Denn dann soll wirklich alles fertig sein, und über die Sommerferien sind noch einige Arbeiten im alten Haus zu erledigen." Die Vorfreude auf den Umzug war vorgestern allerorten zu spüren.

Im angestammten Domizil beeindruckten die Ideen, mit denen die einzelnen Fächer vorgestellt wurden. Am Rande der von Schülern erklärten Experimente schaute Romina Hübel bei Chemielehrerin Iris Schramm herein. Die Ex-Gymnasiastin absolviert ein Freiwilliges Ökologisches Jahr, will Forstwirtschaft studieren und erinnert sich wie viele Ehemalige gern an ihre Schulzeit.

Zu dieser gehören auch die zahlreichen präsentierten Ganztagsangebote für den Nachmittag, die außerdem ein großes kreatives Potenzial offenbaren. So lud im Anbau der von Musiklehrerin Kerstin Scholz betreute Nachwuchschor zur öffentlichen Probe seines neuen Musicals "Die chinesische Nachtigall" ein.

"Schön, dass sich heute auch so viele Schüler einbringen", resümierte Stefan Treuger, der die Mitarbeit der Vereine der Stadt lobte und die zunehmende, fruchtbringende Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Schularten in Groitzsch hervorhob. Auch die Anwesenheit berufsbildender Gymnasien mit ihren Info-Angeboten empfand Treuger nicht als Konkurrenz. "Da bin ich offen. Jeder muss für sich selbst den besten Bildungsweg finden." Bei dieser Suche war der Sonnabend eine gelungene Hilfe.

LVZ vom 07.02.2011

Letzte Aktualisierung: am 26.02.2013 - 10:00 Uhr durch