Ruhe zur Prüfung neben Großbaustelle

Lob von Gymnasiumsleiter an Bauleute / Umbauten in sechs Klassenräumen während der Ferien

Groitzsch. Der Groitzscher Gymnasiumsneubau wächst, im August soll Richtfest sein. Der Verbindungsbau zwischen bisheriger Schule und neuem Haus wird in den Sommerferien entstehen. Sechs Klassenräume sind vom Umbau betroffen, wie Schulleiter Stefan Treuger gestern sagte.

Zwei Deutsch- und jeweils ein Bio-, Russisch-, Computer- und Geografiekabinett müssen Lehrer und Schüler in der letzten Schulwoche ausräumen. Zum sozialen Tag kurz vorm Ferienstart haben sich einige Jugendliche schon aufs Bücherschleppen eingestellt.



In fünf von den sechs Zimmern lernen die Schüler nach den Ferien wieder. Nur Raum 5 fällt weg. Er wird in den künftig großzügigen Eingangsbereich integriert, der auch als Aula mit Bühne fungiert.

Baustart für das dreistöckige Gebäude mit 2500 Quadratmetern Nutzfläche war im Spätsommer des vergangenen Jahres. Seitdem läuft der Schulbetrieb neben der Großbaustelle. "Großes Lob", meinte Stefan Treuger. Er habe sich das "viel schlimmer vorgestellt". Sicher müsse er im Geografie-Unterricht mal das Fenster schließen, wenn gerade geräuschvolle Arbeiten dran sind, "aber generell läuft das problemlos". Auch bei den Abiturprüfungen. Die Lehrer sagten nur Bescheid: "Heute ist Mathe dran" - und die Jugendlichen konnten ohne Baukrach ihre komplizierten Aufgaben rechnen. Dabei wird ja auch noch die Turnhalle der Schule saniert - bei laufendem Sportunterricht.

Der Schulleiter hofft, dass es auch die verbleibende Bauzeit so gut funktioniert: "Bisher können wir zufrieden sein, toi, toi, toi." Im Oktober oder November soll der Neubau winterfest sein. Dann startet der Innenausbau. Im Frühjahr 2011 ist der Einzug geplant. Endlich. "Wir haben in den vergangenen 20 Jahren immer mehr oder weniger improvisiert", fasste Treuger das permanente Platzproblem seiner Schule zusammen.

14 bis 18 Leute des Lubak Bauunternehmens aus Bad Lausick arbeiten wochentags auf der größten Baustelle der Stadt, in zwei Schichten von 6 bis 22 Uhr. Sieben Millionen Euro kostet das neue Schulhaus.

C. Carell-Domröse


LVZ vom 16.06.2010

Letzte Aktualisierung: am 01.02.2013 - 18:51 Uhr durch