Abends im Fremdsprachenzimmer

Groitzscher Wiprechtgymnasium lädt einmal im Jahr zum Ehemaligentreffen ein



Groitzsch. Zu den Traditionen des Wiprecht-Gymnasiums Groitzsch gehört das Ehemaligentreffen. Seit zwei Jahren findet es am Vorabend des Tages der offenen Tür im Schülertreff auf dem Gelände der Bildungsstätte statt. Vor allem die Abgänger der letzten Jahre nutzten am Freitagabend die Chance, frühere Klassenkameraden zu treffen und Neues über ihre Schule zu erfahren.

Erst seit zwei Jahren ist das Haus drei richtig aktiv in den Schulbetrieb eingebunden. Im Obergeschoss befindet sich das Schülercafé, wohin sich die Pennäler in den Unterrichtspausen gern zurückziehen. Im Erdgeschoss befindet sich ein Fachkabinett für Kunsterziehung, in dem normalerweise fleißig gelernt wird. Am Freitagabend stand jedoch das Haus ganz im Zeichen des geselligen Miteinanders. Schüler, Lehrer sowie der Förder- und Freizeitverein des Wiprecht-Gymnasiums hatten dazu die Räume hergerichtet.

Gleich neben dem Eingang im Kunstfachkabinett hatte Lehrer Christian Busse einen Video-Beamer samt Leinwand aufgebaut. Mit Bildern und Filmen der vergangenen Jahre konnten hier noch einmal die Aktionen des Gymnasiums in Augenschein genommen werden. Darunter waren Beiträge über verschiedene Veranstaltungen des letzten Schuljahrs. „Dazu zählen beispielsweise der Schülerfasching oder der Talentewettbewerb, den wir letztes Jahr zum ersten Mal durchgeführt haben“, informierte Evelyn Westerburg.

Die Englischlehrerin und Oberstufenberaterin des Wiprecht-Gymnasiums hatte zudem eine kleine abendliche Schulführung vorbereitet. „Wir waren in den naturwissenschaftlichen Kabinetten und in den Fremdsprachenzimmern. Sehr interessiert hat die jungen Leute auch die Ausstellung und die Projektarbeiten im Hauptgang.“ Für einen Blick auf die Baustellen sei es leider zu dunkel gewesen. Diese konnten aber beim Tag der offenen Tür ebenso wie die Unterrichtsräume besichtigt werden. In diesem Zusammenhang verwies Westerburg auf die Präsentation der Ganztagsangebote und der verschiedenen Wettbewerbe wie Mathe-Olympiaden.

Derlei spielte jedoch am Abend an den Tischen der Besucher eine untergeordnete Rolle. „Ich wollte heute alte Freunde treffen“, sagte Jan Schneider. 2009 hat er sein Abitur abgelegt und studiert nun in Dresden Wirtschaftsinformatik. Rund 90 Prozent der Absolventen seines Jahrgangs, so schätzte er, seien der Einladung zu diesem Ehemaligentreffen gefolgt. Insofern hatte sich für den jungen Mann der Abend gelohnt.

Ebenso zufrieden mit der Veranstaltung waren Anna Wiesner und Sebastian Ranneberg. „Wir wollten mal sehen, wie sich unsere alte Schule in den zwei Jahren verändert hat.“ Obgleich sich die Abgänger von 2008 noch einige frühere Freunde mehr gewünscht hätten, lobten Wiesner und Ranneberg: „Das Treffen ist gut gemacht.“

Jörg Reuter LVZ vom 02.03.2010
Letzte Aktualisierung: am 01.02.2013 - 18:55 Uhr durch