Rohbau für Gymnasium-Erweiterung startet

Weitere Auftragsvergaben für Anbau sowie energetische Sanierung der Sporthalle



Groitzsch. Die Lubak Baugesellschaft mbH Bad Lausick zieht den Rohbau für die Erweiterung des Groitzscher Wiprecht-Gymnasiums hoch. Die Firma erhielt den Zuschlag im Stadtrat, da sie mit 1,013 Millionen Euro das wirtschaftlichste Angebot unterbreitete. Auf die öffentliche Ausschreibung der Arbeiten gingen insgesamt zwölf Firmenofferten ein.

Mit dem Rohbau wird jetzt begonnen. Ende April soll er stehen. „Voraussetzung ist, dass uns der Winter nicht aufhält“, so der Groitzscher Bauamtsleiter Dirk Schmidt.

Für den Einbau eines Aufzuges ist die Elma GmbH aus Naumburg zuständig. Kostenpunkt: rund 47 700 Euro. Für die ebenfalls öffentlich ausgeschriebenen Arbeiten reichten fünf Firmen ihre Angebote ein.

Der dreigeschossige Anbau nimmt auf der Südseite des Gymnasiumsgebäudes Gestalt an. Dieser verfügt über eine Nutzfläche von rund 2500 Quadratmetern. Er bietet Platz für Klassen-, Fach-, Verwaltungs- und Sanitärräume. Der Lift ist ausschließlich für gehbehinderte Schüler gedacht. Zugleich wird die Sternwarte integriert und deren Kuppel auf das Dach gesetzt. Mit dem jetzigen Gebäude wird der Anbau durch ein Foyer verbunden, das auch als Aula genutzt werden kann. Investiert werden rund 6,9 Millionen Euro. Dafür fließen 5,3 Millionen Euro Fördermittel aus dem Topf Fachförderung Schulhausbau des Freistaates. Der Anbau soll ab Frühjahr 2011 genutzt werden können.

Die Stadträte vergaben während ihrer jüngsten Zusammenkunft zugleich Aufträge für die energetische Sanierung der Sporthalle am Gymnasium. Vier Firmen bekundeten ihr Interesse an der Dachsanierung. Das Rennen mit dem wirtschaftlichsten Angebot von rund 105700 Euro machte die Schmidtchen & Brumme GmbH & Co. KG aus Lucka. Für etwa 87700 Euro sorgt eine Firma aus Ossig für die Fassadendämmung. Hierfür gab es drei Bieter. Mit den parallel laufenden Arbeiten wird noch in den Herbstferien begonnen.

Bei der Turnhalle des Gymnasiums werden zudem die Fenster und Türen ausgetauscht, um Heizungskosten zu sparen. Außerdem sollen die Sanitäranlagen erneuert werden. Voraussichtlich sind diese Arbeiten im September 2010 abgeschlossen.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 500000 Euro. 80 Prozent dieser Summe sind Fördergelder aus dem Konjunkturpaket II des Bundes. G. Barthel


LVZ vom 24.10.2009

Letzte Aktualisierung: am 01.02.2013 - 18:30 Uhr durch